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Fenster leisten weit mehr als Ihre Räume zu belichten und zu belüften. Sie sind die Verbindung zur Außenwelt. Sie schützen vor Wärme und Kälte, Lärm und ungebetenen Besuchern. Hoher Wärmeschutz und mögliche passive Sonnenenergienutzung bringen Energieeinsparungen und verbessern die Behaglichkeit in den Räumen. Erhöhter Lärmschutz bringt nachts die gewünschte Ruhe.

Fenster haben aber auch einen wesentlichen Einfluss auf das Erscheinungsbild des Hauses. Sie sind sozusagen die „Augen des Hauses“. Kennen Sie das Unbehagen, wenn Sie einem alten Fenster zu nahe kommen? Selbst wenn das Fenster noch einigermaßen luftdicht schließt, die alten Scheiben mit ihrem schlechten Dämmvermögen kühlen permanent den Raum ab. Die Folge: Sie haben das Gefühl „Es zieht“ oder „Es ist zu kalt“ und daher werden die Räume mehr geheizt als sinnvoll oder weniger gelüftet als es für ein gesundes Raumklima notwendig ist. Untersuchungen haben gezeigt, dass bei einem alten Fenster der Unbehaglichkeitsbereich bis zu drei (!) Meter in den Raum reicht, während Sie sich neuen Fenstern bis 50 cm ohne Komfortverlust nähern können.

TIPP:
„Der Kalte-Fenster Kalte-Hände-Test“: Nähern Sie sich an einem Tag, an dem es draußen unter 0 Grad Celsius hat, mit Ihrer Hand einem Ihrer Fenster. Wenn Sie merken, dass es kalt wird bevor Sie das Fenster berühren, sollten Sie über einen Fensteraustausch nachdenken. Bei Fenstern, deren Rahmen nicht mehr ganz schließen, ist dieser Effekt noch ausgeprägter. Der scheinbar positive Effekt „Immer frische Luft“ wird mit unkontrollierten Wärmeverlusten und unnötig hohen Energiekosten erkauft.

Wie kann ich mit Fenstern mein Haus verändern?
Hatten Sie bisher große, oft bullig wirkende Fenster, macht eine Flügelteilung oder eine Sprossenteilung die Fensterflächen feingliedriger. Umgekehrt werden kleine, bisher geteilte Fenster zu wahren Panoramafenstern, wenn die Teilung wegfällt. Dazu steigt noch die Lichtausbeute im Raum. Wenn die Fenster mit Rahmen ausgetauscht werden, können Sie auch die Fensterform Ihren neuen Wünschen oder Geschmack anpassen. Aus „alt“ mach nicht nur „neu“ sondern: Raumhoch oder Lichtbänder, rund oder quadratisch. Spielen Sie mit den Möglichkeiten von Oberlichtern, Unterlichtern oder einer(scheinbar) rahmenlosen Optik. Auch mit der Wahl der Verschattungseinrichtung haben Sie ein einfaches aber wirksames Stilmittel der Fassadengestaltung an der Hand. Extravagant oder schlicht, Landhausstil oder High-Tech, modern oder altbewährt. Durch den Austausch Ihrer alten Fenster können Sie Ihrem Haus ein völlig neues Gesicht geben. Besonders wichtig ist die Wahl des Rahmenmaterials. Durch Form und Farbe von Jalousien entstehen neue Blickfänge an Ihrem Haus. Aber auch der gute, alte Rollladen muss nicht grau und langweilig bleiben. Die Hersteller bieten mittlerweile die ganze Farbpalette an und durch Vorbaurollläden sparen Sie zusätzlich Energie.

Wovor kann mich ein Fenster schützen?
Dass Fenster vor Wärme, Kälte und Wind schützen, ist banal. Moderne Fenster bieten aber noch zusätzlichen Schutz. Scheiben, wie sie auch im Auto verwendet werden, zerbrechen in viele kleine Stücke und bieten so Schutz vor schweren Schnittverletzungen. Andere Arten von Sicherheitsglas zerbrechen gar nicht. Sie sind also auch perfekter Einbruchsschutz. Das geht im Extremfall bis zu schusssicherem Glas. Geätzte oder ornamentierte Gläser schützen vor neugierigen Blicken, etwa im Bad oder in Konferenzräumen. Und dass durch die Wahl des entsprechenden Glases auch Lärm wirkungsvoll aus dem Haus gehalten werden kann, wird bei steigender Verkehrsbelastung immer wichtiger.

Kann ich auch nur die Scheiben ersetzen?
Grundsätzlich ja. Allerdings sollten Sie bedenken, dass auch Fensterrahmen nur eine begrenzte Haltbarkeit haben. Es könnte also passieren, dass Sie jetzt die Scheiben tauschen und später die Rahmen tauschen müssen. Die Folge sind unnötige Mehrkosten und bis dahin ein höherer Wartungsaufwand. Prüfen Sie also sehr kritisch die folgenden Fragen.

Wenn Sie eine Frage mit „Nein“ beantworten, ist ein Austausch ohne Rahmentausch vermutlich nicht sinnvoll. Eine kleine Entscheidungshilfe zum Austausch der Fenster ohne Rahmen.

- Schließen die Fenster rundum dicht ?
- Sind Wärme-, Schall- und Einbruchschutz ausreichend?
- Sind die Rahmen auch schlagregendicht ?
- Sind die Fugen zum Gebäude dicht ?
- Sind die Wetterschenkel oder andere Holzteile einwandfrei ?
- Sind die Metallrahmen rostfrei ?
- Funktionieren die Beschläge noch?
- Ist der Rollladen wärmegedämmt und dicht ?

Welche Rahmenmaterial?
Holz ist das klassische Rahmenmaterial. Daneben gibt es Holz-Alu-Rahmen, Kunststoff-Rahmen und Aluminium-Rahmen. Die verwendeten Rahmenmaterialien und Oberflächen sind unterschiedlich korrosionsbeständig und chemisch widerstandsfähig. Gleiches gilt für Licht-, Farb-, und UV-Beständigkeit und nicht zuletzt für den Wartungsaufwand. Aber bitte beachten Sie: Gestalterisch bieten alle Rahmenmaterialien nahezu gleichwertige Möglichkeiten.

HOLZ-FENSTER
Das traditionelle Rahmenmaterial besteht aus heimischen oder tropischen Hölzern. Holzfenster benötigen Schutzanstriche in Form transparenter Lasuren oder deckender Lacke. Je nach dem wie stark die Fenster der Witterung ausgesetzt sind, muss der Schutzanstrich unterschiedlich oft erneuert oder ausgebessert werden.

KUNSTSTOFF-FENSTER
Als Rahmenmaterial kommt meist PVC zum Einsatz. Zur Verstärkung des Querschnitts der meist aus mehreren Kammern bestehenden Rahmenprofile, werden teilweise zusätzlich Metallkerne in den Rahmen integriert.

HOLZ-ALU-FENSTER
Holzfenster mit außen aufgesetzten Aluminiumschalen sind sehr gut gegen Witterungseinflüsse geschützt. Durch die Eloxierung der Aluminiumvorsatzschalen sind zudem viele Farbvarianten möglich.

ALUMINIUM-FENSTER
Die Rahmen von Aluminium-Fenstern werden aus Strangpressprofilen hergestellt. Sie weisen gute Festigkeitswerte auf und bieten dank ihres geringen spezifischen Gewichtes gegenüber Holz und PVC in statischer Hinsicht Vorteile. Durch ihre Witterungsbeständigkeit sind Aluminium-Fenster sehr lange haltbar und weitestgehend wartungsfrei. Aluminium verfügt aufgrund der höheren Leitfähigkeit allerdings über geringere wärmedämmende Eigenschaften als Holzfenster, so dass thermisch getrennte und gedämmte Profile (Außen- und Innenschalen) für eine gute Wärmedämmung notwendig sind.

Was ist beim Fenstereinbau zu beachten?
Fenster und Fenstertüren müssen grundsätzlich mechanisch am Baukörper befestigt werden. Die Anschlussfuge zwischen Fenster und Baukörper ist umlaufend mit geeigneten Dämmstoffen zu verfüllen. Zusätzlich muss sowohl die Innen- wie auch die Außenseite der Anschlussfuge gegen Feuchtigkeit abgedichtet werden. Raumseitig muss die Abdichtung luftdicht ausgeführt werden. Wenn neue Fenster eingebaut werden, verhindern diese auch den unkontrollierten Luftaustausch und damit den Abtransport der Feuchtigkeit aus dem Haus. Wenn Sie nur die Fenster erneuern, müssen sie besonders darauf achten, dass Sie durch kontrolliertes Lüften die Feuchtigkeit aus Ihrem Haus befördern.

Welche Kostenaspekte hat die Entscheidung für ein neues Fenster ?
Der Ersatz eines Bauteils an Ihrem Haus verursacht Kosten. Teilweise können den Kosten aber Einspareffekte gegen gerechnet werden. Durch Finanzierungsprogramme des Bundes, des Landes oder Ihrer Kommune können Sie den Fensteraustausch auch mit finanzieren lassen. An folgende Kosteneffekte sollten Sie denken: Natürlich an die Montagekosten. Diese sind abhängig von der Einbausituation, dem gewählten Fenster und davon, ob die neuen Fenster in die vorhandenen Maueröffnungen passen. Die Materialkosten hängen vor allem von den gewünschten Eigenschaften des zukünftigen Fensters ab. Die Wahl des Rahmenmaterials kann die zukünftigen Wartungskosten positiv beeinflussen, führen aber unter Umständen zunächst einmal zu höheren Anschaffungskosten. In jedem Fall aber werden die Energiekosten durch unkontrollierte Energieverluste bei neuen Fenstern gegenüber alten Fenstern sinken. Dies bedingt schon die Energieeinsparverordnung, nach der ausgetauschte Fenster maximal einen Wärmedurchlass (U-Wert) von 1,7 W/m2K haben dürfen.