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Fassadendämmung
Wussten Sie eigentlich, dass Ihre Fassade der Garant für gesundes Wohnen ist? Dass bei Altbauten bis zu 25 % der aufgewendeten Heizenergie durch die Fassade ungenutzt verschwinden? Die Folgen sind unsinnig hohe Energiekosten und ungemütliche Wohnverhältnisse. Dabei liegt die Lösung auf der Hand: die Wärmedämmung der Fassade. Eine renovierte Fassade ist nicht nur schön anzusehen, sie sorgt auch für ein gesundes und behagliches Wohnklima. Denn kalte Außenwände und Wärmebrücken sind die häufigsten Ursachen für Schimmelbildung und für unangenehme Zugluft in unseren Häusern. Eine intakte Fassade schützt Ihr Haus gegen Schlagregen, hat eine hohe Stoßfestigkeit, zeichnet sich durch eine geringe Wasseraufnahme und Schmutzanfälligkeit aus und ist sehr brandbeständig. Wenn Sie Antworten auf folgende Fragen suchen, sind Sie beim Impuls-Programm Altbau genau richtig. Bitte lesen Sie an der entsprechenden Stelle weiter:

Wie hängt ein angenehmes und gesundes Raumklima mit der Fassade zusammen?

Ein behagliches Wohnklima hängt nicht nur von der Temperatur der Raumluft ab. Genauso wichtig sind Luftbewegungen, die Oberflächentemperatur der Wände und die Luftfeuchtigkeit. Alle drei Faktoren werden von der Qualität der Außenwand maßgeblich beeinflusst. Bei nur 3 Grad Unterschied zwischen Wand- und Lufttemperatur fühlen wir die dadurch entstehende Luftzirkulation. Wir spüren einen Luftzug und jeder kennt das dadurch entstehende Unbehagen von „kalten Füßen“. Ist die Oberflächentemperatur der Außenwand unter 19 °C (bei ungedämmten Altbauten ist sie meist zwischen 13 und 15 °C), haben wir sogar das Gefühl, die Wände strahlen Kälte ab. Und die Folgen? Wir heizen die Räume mehr als notwendig und lüften sie weniger als gesund ist. Das bedeutet auf jeden Fall eine zu hohe Heizkostenrechnung, führt zu einem ungesunden Raumklima und mündet nicht selten im Schimmelbefall unserer Häuser.

TIPP

Prüfen Sie Ihre Raumtemperatur: Wenn Sie mehr als 20°C benötigen damit Sie sich wohl fühlen, wirkt vermutlich eine Außenwand als "Kältestrahler".

Welche Vorteile hat eine gedämmte Außenwand?
Zu aller erst schützt sie uns vor unnötigen Gesundheitsgefahren. An einer kalten Außenwand schlägt sich die in der Luft enthaltene Feuchtigkeit nieder – wie an einer Sprudelflasche, die aus dem Kühlschrank kommt. Dies ist ein hervorragender Nährboden für Schimmelpilze. Im Sommer garantiert Ihnen eine intakte Fassade nachts die notwendige Erholung von der Hitze des Tages. Denn nur wenn die Hitze erst gar nicht an bzw. in die Außenwände kommt, können diese ihre Funktion als Kältespeicher wahrnehmen. Im Winter dagegen hält die Fassadendämmung die Wärme im Haus.

TIPP:
Wenn sich im Sommer Ihre Raumtemperatur bis auf 28 °C aufheizt, können Sie nach einer Wärmedämmung künftig kühlen Kopf bewahren.

Alle Vorteile auf einen Blick:
-
Die Wohnqualität wird erhöht
- Die Behaglichkeit wird gesteigert
- Die Bausubstanz bleibt auf lange Sicht erhalten
- Der Wert Ihres Hauses steigt
- Sie sparen Energie und Heizkosten
- Der Ausstoß von Schadstoffen wird reduziert und damit die Umwelt entlastet

Was sind eigentlich Wärmebrücken?
Wärmebrücken stellen eine unerwünschte Verbindung her zwischen dem Innenraum des Hauses und der Umgebung draußen. So wird Kälte gleichsam in das Haus gezogen und Wärme nach draußen. Bekannt ist dieser Effekt an Zimmerdecken, die als Balkon aus dem Gebäude geführt werden. Aber auch an aufliegenden Kellerdecken oder an ungedämmten Rollladenkästen kommt es zur unkontrollierten Abkühlung einzelner Wandteile.

Können Wände atmen?
Nein. Allerdings sind in Altbauten in der Regel viele Ritzen und Wandanschlüsse von Fenstern und Türen oder andere Wanddurchdringungen so nachlässig ausgeführt, dass es zu einem permanenten, aber unkontrollierten und unerwünschten Luftaustausch kommt. Durch eine fachgerechte Fassadendämmung wird auch die Luftdichtheit der Gebäudehülle verbessert und somit auch die Lüftungswärmeverluste deutlich reduziert. Das bedeutet aber auch, dass Sie als Bewohner nun gefordert sind, die verbrauchte Luft mit der entsprechenden Luftfeuchtigkeit kontrolliert aus dem Wohnraum zu bringen. Im einfachsten Fall bedeutet das: regelmäßiges Stoßlüften.

Wann ist der beste Sanierungszeitpunkt ?
Erste Schäden – Unbehagen – Zugluft – Schimmel?

Dann ist es höchste Zeit, die Fassadendämmung in Angriff zu nehmen. Bedenken Sie aber auch: Der Oberputz einer Fassade hat in der Regel eine Haltbarkeit zwischen 20 und 30 Jahren. Wenn bei Ihnen also eine Putzerneuerung ansteht, dürfen Sie auf keinen Fall verpassen, auch gleich die Dämmung mit anbringen zu lassen. Die Energieeinsparverordnung (EnEV) erlaubt zwar kleinere Ausbesserungen des Oberputzes. Wenn Sie aber mehr als 20 % einer Wand erneuern, müssen Sie das Niveau des Neubaus erreichen – im Altbau bedeutet dies in der Regel: Wärmedämmung. Aber auch wenn Sie „nur“ die Fassade neu streichen wollen, ist die Zeit reif für eine Fassadendämmung. Denn viele Kosten fallen dann nur einmal an: Gerüstbau, Baustelleneinrichtung oder eben auch das Streichen der fertig gedämmten Fassade. Der Wärmedämmung zuzurechnen sind dann nur die Mehrkosten für das Dämmmaterial.

TIPP:
Beim energetischen Sanieren kommt es auf die Reihenfolge an. Machen Sie daher unbedingt eine fundierte Sanierungsplanung. Am besten auf der Basis einer Energiediagnose. Nur so vermeiden Sie Fehlinvestitionen in eine überdimensionierte Heizungsanlage und Probleme durch zu früh ausgetauschte Fenster.

HINWEIS:
Nur wenn Ihre neue Fassade weniger Energie verbraucht als die alte, haben Sie auch einen wirtschaftlichen Vorteil, der sich auszahlt.

Welche Methoden der Fassadendämmung gibt es?
Abgesehen von den verschiedenen Dämmstoffen, die Sie verwenden können, haben Sie auch technisch sehr unterschiedliche Möglichkeiten, Ihre Fassade zu optimieren. Sie haben die Wahl zwischen einer Außendämmung, einer Kerndämmung und einer Innendämmung.
Die AUSSENDÄMMUNG hat die meisten Vorteile, so dass Sie ihr, wenn möglich, den Vorzug geben sollten. Dabei wird das Mauerwerk von außen mit Dämmmaterial „verkleidet“. Da dann die massive Wand auf der warmen Innenseite liegt, sind Sie vor Schäden durch Tauwasserausfall in der Regel sicher. Und sollte die Heizung mal streiken, bleibt Ihr Gebäude länger warm. Fensterbänke, Außentür- und Fensterlaibungen müssen und können in die Dämmung mit einbezogen werden. Bestehende Wärmebrücken (siehe Seite 4) können weitgehend beseitigt werden. Bei einer KERNDÄMMUNG wird die dämmende Schicht zwischen zwei Mauerschalen eingebracht. Bei einer nachträglich erstellten Klinkerfassade werden dazu wasserabweisende Platten angebracht. Liegt bereits eine hinterlüftete Vormauerschale vor, wird der Dämmstoff nachträglich in den Hohlraum eingefüllt. Zwar ist aufgrund der festgelegten Hohlraumbreite die Dämmwirkung begrenzt und Wärmebrücken lassen sich nicht vollständig vermeiden, allerdings bleibt das Erscheinungsbild weitgehend unangetastet.
Durch die INNENDÄMMUNG ist es möglich, auch Fachwerk-Fassaden, Sichtmauerwerk, denkmal-geschützte Gebäude oder Kellerwände zu dämmen. Wird der Dämmstoff von innen an die Außenwand angebracht, ist es notwendig, der Tauwasserproblematik erhöhte Aufmerksamkeit zu schenken. Da das massive Mauerwerk dann kälter ist als vorher (der Wärmefluss von innen ist unterbrochen) kann die Feuchtigkeit in möglicherweise ausströmender Luft leichter im Mauerwerk kondensieren. Daher ist besonders auf eine luftdichte Ausführung zu achten.

Welche Dämmstoffe kann ich verwenden?
ANORGANISCHE DÄMMSTOFFE sind z. B. Glaswolle, Steinwolle, Gipsschaum oder Perlit. Zu den ORGANISCHEN DÄMMSTOFFEN zählen Holz, Kork, Flachs oder Baumwolle. Aber auch verschiedene Harze bzw. Hartschäume. Komplettsysteme, die das Trägermaterial am Haus, den eigentlichen Dämmstoff, das Armierungsgewebe und den Oberputz umfassen, werden WÄRMEDÄMMVER-BUNDSYSTEME (WDVS) genannt. Diese WDVS werden bei der Altbausanierung ebenso wie im Neubau verwendet. Es gibt sie mit allen gängigen Dämmstoffen. Je nachdem welche Rohstoffe zur Herstellung des Dämmstoffes verwendet wurden sind die Wärmedämmwirkung, das Verhalten gegen Feuchtigkeit, diverse mechanische Eigenschaften und die Form- bzw. Temperaturbeständigkeit unterschiedlich.

TIPP:
Lassen Sie sich unbedingt von einem Fachmann beraten, welcher Dämmstoff und welches Dämmsystem für Ihr Haus ideal ist. Auf dem Dämmstoffmarkt gibt es eine Vielzahl von Produkten. Die grundlegende Trennung zwischen anorganischen und organischen Dämmstoffen wird weiter unterteilt in die Produktformen (Platten, Schäume, Einblasprodukte, Schüttungen) in denen die Dämmstoffe eingebaut werden. Da der Arbeitsaufwand kaum von der Dämmstoffstärke abhängt, ist es ratsam, eine Plattendicke von mindestens 12 cm zu verwenden. Dickere Platten sind gegenüber dünneren nur unwesentlich teurer.

TIPP: Die eigenen vier Wände sind die ideale Altersvorsorge. Besonders dann, wenn die Substanz durch werterhaltende Sanierung zukunftssicher gemacht wird.

Gibt es spezielle Förderprogramme?
Bund und Land haben verschiedene Programme aufgelegt, die die energetische Modernisierung von Wohngebäuden mit günstigen Darlehen fördern. Für eine Dämmung aus nachwachsenden Rohstoffen gibt es Zuschüsse vom Bund. Daneben bieten auch einige Kommunen ihren Bürgern finanzielle Hilfen an. Hiervon mehr unter der Rubrik „Förderprogramme“.

Welcher Dämmstoff dämmt am besten?