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Ist Ihre Heizung noch OK?

Das Messprotokoll des Schornsteinfegers:

"Verringern alle Haushalte ihren Abgasverlust um ein Prozent, so reicht die eingesparte Energiemenge zur Beheizung von 500.000 Einfamilienhäusern"

So lesen sie das Messprotokoll:

Nutzen Sie die jährliche Abgasmessung des Schornsteinfegers als Sparanleitung:

1) Tag der Messung.

2) Erstmessung,
wenn hier ein Kreuz ist.

3) Jährlich wiederkehrende Messung, wenn hier ein Kreuz ist.

4) Wiederholungsmessung.
Ist die Heizung bei der vorigen Messung durchgefallen, so gibt es noch einmal eine Chance durch eine Wiederholungsmessung.

5) Steckbrief der Heizung.

6) Rußzahl.
Ruß entsteht, wenn das Heizöl unvollständig verbrennt. Das kann bei schlecht eingestellten Brennern passieren. Ruß deckt die Heizflächen im Feuerraum zu. Sie nehmen die Wärme schlechter auf und lassen die Abgase ungenutzt vorüberstreichen. Das treibt die Abgastemperatur in die Höhe und kostet ihr Geld. Die Rußzahl wird dreimal gemessen. Ist die mittlere Rußzahl größer als eins, muss etwas an der Heizung geändert werden. (Andere Werte gelten für ältere Anlagen und Verdampfungsbrenner).

7) Ölderivate.
Derivate sind übel riechende chemische Verbindungen, die durch unvollständige Verbrennung von Heizöl entstehen. Solche Stoffe dürfen im Abgas nicht vorhanden sein. Werden Derivate gefunden, so wird die Heizanlage beanstandet.

8) Abgasverlust in %.
Die Abgasverluste geben den Anteil der Heizenergie an, der ungenutzt durch den Schornstein entweicht. Für den Abgasverlust gelten gesetzliche Höchstwerte. Sie stehen in der Tabelle rechts. Bei Brennwertgeräten wird der Abgasverlust nicht gemessen.

9) Wärmeträgertemperatur in °C.
Temperatur des Kesselwassers während der Messung.

10) Verbrennungslufttemperatur in °C.
Die Temperatur der Luft, die dem Brenner zugeführt wird, meist aus dem Heizraum.

11) Abgastemperatur in °C.
Ist der Unterschied zwischen der Abgas- und der Verbrennungsluft temperatur groß, so lässt dies auf hohe Energieverluste schließen. Die Abgastemperatur versucht man möglichst gering zu halten. Denn sonst heizen Sie statt der Wohnung das Freie. Hohe Abgastemperaturen deuten auf nicht optimal gewartete oder veraltete Kessel hin.

12) Sauerstoff - Kohlendioxid - Volumengehalt in %.
Entweder wird der Anteil des Restsauerstoffs oder des Kohlendioxids gemessen. Diese Größe braucht der Schornsteinfeger für die Berechnung des Abgasverlusts.

13) Druckdifferenz in hPa.
Die Druckdifferenz zwischen Messstelle und Umgebung wird gemessen, um den Betriebszustand der Heizung beurteilen zu können.

14) Das Messergebnis entspricht der Verordnung.
Auch wenn die Heizung der Verordnung entspricht, lohnt sich die Suche nach Einsparmöglichkeiten.

15) Entspricht das Messergebnis nicht der Verordnung.
Dann werden die Grenzwerte der Verordnung ohne Toleranzpunkte und bei Ölheizungen die Bußzahl eingetragen. Wenn Ölderivate gefunden wurden, wird dies eben falls eingetragen.

16) Hinweis darauf,
was zu tun ist, wenn die Anlage nicht der Verordnung entspricht.

Wozu heizen?

Jedes Haus verliert im Winter Wärme: Weil es draußen kälter ist, will sich die Wärme gleichmäßig verteilen, wandert durch Wände, Fenster und Dach nach draußen. Fachleute sagen dazu "Transmissionsverlust".

Menschen nehmen Sauerstoff auf, geben Kohlendioxid ab und erzeugen viel Feuchtigkeit beim Baden, Waschen und Kochen. Deshalb muss die Luft alle zwei Stunden erneuert werden. Das ist der "Lüftungsverlust".

Die Heizung muss beide Verluste decken. Je besser die Dämmung des Hauses, umso weniger Wärmeverluste.

Ein Teil der Heizenergie erwärmt nicht das Haus, sondern geht über die Abgase durch den Schornstein nutzlos verloren. Fachleute reden vom "Abgasverlust".

Ohne Aufwand Geld sparen
Ein Absenken der Raumtemperatur von 23 auf 22 Grad spart sechs Prozent Heizenergie. Abschalten der Umwälzpumpe außerhalb der Heizperiode. Brenner und Kessel regelmäßig warten und aufeinander abstimmen.
Öfters täglich durchlüften - ca. fünf Minuten - statt Fenster ständig gekippt lassen.

Investitionen, die lohnen
Entweder die Heizung verbessern bzw. erneuern oder die Gebäudehülle besser wärmetechnisch gestalten. Z.B. neue Fenster, nachträgliches Dämmen der Fassade. Oder Sie nutzen die Sonnenenergie.

Tipp: Wer gut dämmt, will nicht unnötig viel Energie beim Lüften verlieren. Eine automatische Lüftungsanlage nimmt der warmen Fortluft den Großteil der Energie ab und wärmt damit die kühle Zuluft.

Welche Maßnahmen den größten Nutzen bringen, hängt vom Einzellfall ab. Energetisch sinnvoll ist eine Kombination dieser Möglichkeiten.

Günstige Förderungsmöglichkeiten bieten Darlehensprogramme der KfW.

Die Heizungsanlage

Die Heizungsanlage besteht aus:

Die Verluste

Je nach Art, Alter und Wartungszustand der Heizungsanlage.



Bereich der Gesamtverluste: 9 bis 40%

Durch eine Brennwertheizung verringern sich die Kesselverluste nochmals.

Wieviel Energie geht als Abgas verloren?

Die Höhe des Abgasverlustes multipliziert mit dem Jahresbrennstoffverbrauch ergibt die verlorene Energiemenge bezogen auf die Verbrennung.

Energieverlust = Abgasverlust x Jahresbrennstoffverbrauch

Beispiel:
Abgasverlust = 10 % vom Jahresbrennstoffverbrauch = 3.000 l Heizöl oder m3 Erdgas. In diesem Fall entspricht der Energieverlust ca. 300 l Heizöl bzw. m3 Erdgas.

Die Grenzwerte der Abgasverluste sind einzuhalten

Die Abgasverluste dürfen bestimmte gesetzlich festgelegte Höchstwerte nicht überschreiten. Diese Höchstwerte hängen ab vom Alter der Heizung und von der Leistung der Heizung. Es gibt Übergangsfristen für ältere Heizungen. Im Messprotokoll gibt der Schornsteinfeger an, ob die Höchstwerte überschritten werden.

Aber selbst wenn die Höchstwerte nicht überschritten werden, gibt es möglicherweise unnötige Energieverluste. Sie entstehen bei schlechter Wärmedämmung des Kessels (Strahlungsverluste, siehe Bild oben) und häufigen Stillstandsphasen (Auskühlungsverluste) durch mangelhafte Konzeptionierung der Heizungsanlage. Ältere Heizungsanlagen verbrauchen darum häufig mehr Energie als notwendig.

Der Austausch des Heizkessels kann deshalb eine sinnvolle Maßnahme sein. Lassen Sie sich beraten. Bevorzugt sollten Heizkessel mit dem Blauen Engel angeschafft werden, weil sie besonders umweltfreundlich sind. Bedarfsgesteuerte Heizungspumpen sparen Strom und Geld.